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Bremerhaven (vs). Die
Leher Turnerschaft von 1898 e. V. ist für
jahrzehntelanges Engagement in der Jugend-Ferien-freizeit mit
dem Ehrenamtspreis 2008 der Commerzbank und des Landes-
sportbundes Bremen (LSB) in der Kategorie „Gruppe“ ausgezeichnet
worden und erhielt für das Betreuerteam einen Scheck in Höhe von
3.000 Euro.
Eine hochkarätige Jury mit dem UN-Sonderbeauftragten für Sport, Willi Lemke,
Peter Zenner als Präsident des Landessportbundes, und der nordwest-deutsche
Commerzbankchef, Wolfgang Schönecker, haben sich eindeutig für LTS ausge-
sprochen und den Preis zum dritten Mal vergeben.
„Es sind keine Ehrungen von lebenslangen Karrieren im Verein, sondern von
Projekten, die sich positiv auf die Gemeinschaft im Sportverein oder in
dessen Umfeld ausgewirkt haben“, betonte während der Scheckübergabe
Wolfgang Schönecker. Es ist der Bank wichtig, eine kontinuierlich
gesellschaftliche
Mitverantwortung vor Ort zu übernehmen und zu fördern, fügte der ehemalige
Leistungsturner hinzu. Den Scheck in Höhe von 3.000 Euro überreichte Herr
Tienken
von der Geschäftsstelle in Bremerhaven und LSB-Vizepräsident Frank Schildt an
Wilfried Zander von der Leher TS, der sich mit seiner Ehefrau Susanne schon seit
über 30 Jahren für die Jugendlichen im Verein ein-setzen. Die 18 Betreuer
verzichten
jedes Jahr nicht nur auf ihren Urlaub, sie verzichten sogar auf Ihr
Übungsleitergeld.
Der Betrag fließt komplett in die Lager-Kasse, aus der zusätz-liche
Veranstaltungen
für die Kinder bezahlt werden.
Zander selbst ist mit LTS in der Ferienfreizeit Anfang der 70er Jahre in
Wüstewohlde,
Malente und Hitzacker groß geworden und hat dort - wie viele andere aus dem
Verein
auch - seine große Liebe gefunden. Die Ferienfreizeit-Historie der Leher Turner
begann
aber schon zehn Jahre früher mit der Familie Büschgens, besser bekannt als
„Onkel“
Peter und „Tante“ Hilde. Danach kam die große Zeit unter der Lagerleitung von
Günter
Kasper und seinen Helfern Karl Becker, Vera und Heino Hagemann sowie Anne und
Jürgen Schmidt. Die Herbergseltern Inge und Eddy Seifert hatten immer ein
offenes
Ohr für die Teilnehmer in der Jugendherberge oder für die Zelter. Auch die
Bauern in
Wüstewohlde um Klaus-Dieter Hahn hatten ein großes Herz für die Teilnehmer und
halfen, wo sie nur konnten. Entweder beim großen „Lagerfeuer“, bei der großen
Schnitzeljagd oder beim Baden in der Moorkuhle. Ende der 70er übernahmen dann
Elke,
Klaus, Marlies und Werner Podzus sowie Susi und Willi Zander das Zepter von
„Onkel
Hallo“ wie sie Günter Kasper liebevoll nannten. Schon damals fuhren über 100
Jugendliche jedes Jahr mit. Es gab eine Fahrt für „Jüngere“ (bis 12 Jahre) und
eine
Fahrt für „Ältere“ (ab 13) nach Papenburg, Malente, Hagen in Westfalen oder nach
Plettenberg im Sauerland mit dem legendären Heinrich Breitenfeld. Mitte der 90er
Jahre
suchte sich die Leher TS ein neues Feriendomizil aus und organisierte die
Ferienfreizeit
in die Wingst. Man wollte mit der Zeit gehen und den Jugendlichen mehr bieten.
Wingst
bot den Zoo, den 61 Meter hohen Deutschen Olymp mit seiner Aussichtsplattform
auf
die Elbe und Nordsee sowie das Spassbad fast neben der Herberge.
Lager-Olympiaden,
Computerausbildungen und die Disco-Abende mit Werner Pod-zus und Uwe Runge
standen
bei den Jugendlichen im Focus. Dort in der Wingst wurden auch die ersten Filme
gedreht,
die als Trailer bei der Ehrenamtspreis-Übergabe im CineMotion vor dem Hauptfilm
Verden
2008 als Trailer gezeigt wurden. Seit 2003 fühlt sich der Verein aus dem
Speckenbütteler
Park nun in der Kreis- und Reiterstadt Verden wohl. Das Verhältnis zwischen dem
Helfer-
team und Herbergsvater Jan Feldmann ist bestens. Feldmann war bei der
Preisübergabe
in Bremerhaven und beim Abschlußessen im Ristorante Franco dabei.
140 Jugendliche waren im Sommer 2008 dabei. Zander freut besonders, dass etwa 40
Prozent nicht von der Leher TS sind, sondern sich mittlerweile Freundschaften
mit anderen
Vereinen entwickelt haben.
Vor und nach der Preisübergabe verteilten die Betreuer die Sport-abzeichen an
die Jugend-
lichen und notierten bereits Voran-meldungen für die Ferienfreizeit Verden 2009.
Als Erinnerung
gab es von Christian Knorr eine DVD. Der Film dauert 63 Minuten und wird noch
einmal am
Dienstag, den 9. Dezember, im Radio-Weser-TV um 19 Uhr ausgestrahlt.

Auf dem Foto von links: Frank Schildt, LSB-Vizepräsident, Willi Zander, Günter
Knorr,
Herr Tienken von der Commerzbank Bremerhaven, Wolfgang Schönecker, Chef der
Commerzbank in Nordwest-Deutschland. |
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