Infoportal der Kunstradfahrer und Radballer
     
  Abteilungsleiterin
Elke Habermann
Werkstr.15
27576 Bremerhaven
Tel. (0471) 36604
Mail: e.habermann@ltssport.de
 

Kunstradfahren:
Kunstradfahren ist eine Radsportart, man unterscheidet Einer-, Zweier-, Vierer-, und Sechser-Kunstradfahren sowie Vierer-  und Sechser-Einradfahren.

Beim Einer-Kunstradfahren werden Übungen auf dem Spezialrad gezeigt. Die Übungen reichen von freien Ständen auf Sattel und Lenker über diverse Übungen, bei denen nur auf dem Hinterrad gefahren wird (diese Übungen nennt man Steiger), bis hin zum Sprung vom Sattel auf den Lenker und einem Drehsprung um das Vorderrad.

Im Zweier-Kunstradfahren fahren zwei Sportler jeder auf seinem Rad und überwiegend in Griffverbindung, danach nutzen die Sportler ein Rad wo so genannte „Tageübungen“ hinzu kommen. Seit neuestem dürfen die Sportler auch auf einem Rad beginnen und dann auf zwei umsteigen.

Beim Vierer- und Sechser-Kunstrad-, Einradfahren nutzt jeder Sportler sein eigenes Rad. Es werden verschiedene Figuren möglichst synchron gefahren.

Das Kunstrad:

Der Rahmen des Kunstrades ist völlig anders aufgebaut als eines normalen Straßenfahrrades. Es hat einen gebogenen Lenker und Starrlauf, was das Rückwärtsfahren ermöglicht. An den Radachsen befinden sich so genannte Dornen, die man für bestimmte Figuren (Übungen) benötigt.  

Worauf es ankommt:
Das Kunstradfahren stellt vor allem hohe Anforderungen an die technische und koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten des Sportlers. Präzise Ausführung der einzelnen Bewegungsabläufe, graziöse Körperhaltung und turnerische Elemente, untermalt mit einer frei zu wählende Musikbegleitung, macht die Ästhetik und Faszination der Sportart aus.

Im Kunstradfahren kennt man 4 Arten der Fortbewegung, das Niederradfahren vorwärts und rückwärts (Vorder- und Hinterrad berühren den Boden) und das Steigerfahren vorwärts und rückwärts (nur das Hinterrad befindet sich auf dem Boden).

Fahrprogramm (Kür):
Die Kür besteht aus unterschiedlich schweren Übungen, je nach Können des Fahrers. Jede hat eine, in einer Übungstabelle festgehaltene, Schwierigkeits-Punktzahl. Man darf nur Übungen fahren, die in dieser Tabelle beschrieben sind, und jede nur einmal.

Während der Kür muss, die auf dem Wertungsbogen eingereichte, Reihenfolge der Übungen eingehalten und die Räder nicht verlassen werden. Einzige Ausnahme ist im Zweier Kunstradfahren der Wechsel von zwei Rädern auf ein Rad und umgekehrt. Grundsätzlich fährt man eine Runde um den Viermeterkreis, es gibt aber auch Wechselrunden in Form einer 8.

Man zählt die Schwierigkeits-Punkte aller Übungen zusammen, das sind dann die eingereichten Punkte. Von dieser EINGEREICHTEN Punktzahl werden im Verlaufe der Kür, Fehler oder Unsicherheiten mit Punkteabzug bestraft. Die Wertung hierfür übernimmt ein Kampfgericht (Jury), welches nach Schwierigkeit und Ausführung bewertet.


Annika Mehrtens 3. Platz, Deborah Hansen 1. Platz, Louisa Fox 1. Platz und Serena Nneji 2. Platz

 


Kunstradfahren: Louisa Fox und Serena Nneji überzeugten

Mit sechs Sportlern fuhren wir zum vierten Unterweserpokal nach Papenburg und kehrten mit einem ersten und dritten Platz zurück.

Als erstes an den Start in der Klasse der Schülerinnen C (acht bis zwölf Jahre) trat Serena Nneji an. Sie konnte mit sich zufrieden sein, ihr fehlte am Ende nur eine Übung in der vorgeschriebenen Zeit, alles andere lief wunderbar. Somit wurde sie mit 21,55 Punkten, persönlicher Bestleistung und einen hervorragenden fünften Platz belohnt. Den ersten Wettkampf nach längerer Verletzungspause wegen eines komplizierten Armbruches bestritt Louisa Fox. Man merkte ihr überhaupt keine Nervosität an, sie ging auf die Fläche und fuhr ihre Kür ohne Schwächen sehr konzentriert durch. Sie erhielt dafür 31,57 Punkten, persönliche Bestleistung und erreichte damit den guten dritten Platz.

Julia Fox startete in der Gruppe der Schülerinnen B (zehn bis zwölf Jahre) ebenfalls nach einer Zwangspause. Sie fuhr bei diesem Wettbewerb die beste Kür überhaupt. Mit nur 2,92 Punkten Abwertung erhielt sie an diesem Tag die geringste Abwertung aller Sportler. Ihre 41,08 Punkten und persönlicher Bestleistung bedeuteten den Sieg in dieser Gruppe.

Bei den Juniorinnen (vierzehn bis achtzehn Jahre) lief nicht alles so gut wie bei den Jüngsten. Der Start von Mareike Flathmann war schon nach der achten von dreißig Übungen beendet. Sie stürzte und musste mit einer Bänderdehnung im Fuß verletzt aufgeben. Sie belegte mit der abgebrochenen Kür den zehnten Platz. Ohne Sturz dagegen erreichte Annika Mehrtens ihr Ziel. Sie fuhr ihre Kür mit einigen kleinen Haltungsfehlern gut durch. Sie erhielt für diesen Vortrag Platz neun mit 35,69 Punkten. Deborah Hansen als dritte im Bunde hatte ebenfalls ein paar kleine Fehler drin, konnte aber mit sich zufrieden sein. Sie erlangte den siebten Platz mit 39,12 Punkten.



Foto: Annika Mehrtens beim Sattellenkerstand


Radball

Radball ist eine Radsportart, bei der mit speziellen Fahrrädern in Mannschaften
auf Tore gespielt wird. Dabei wird der ca. 500-600 Gramm schwere Ball in der
Regel mit dem Rad gespielt. Die meist verbreitete Art des Radballs ist der 2er-Radball
und 5er-Radball. Es wird in der Halle gespielt.

Spielregeln
2er-Radball

Es spielen immer zwei Mannschaften gegeneinander, wobei jede Mannschaft
aus 2 Spielern besteht. Die Spielzeit beträgt je nach Altersklasse 2 x 5 bis 2 x 7
Minuten. Gespielt wird mit einem Ball, der einen Durchmesser von 17 – 18 cm hat
und 500 -600 g schwer ist. Gefüllt ist er in der Regel mit Rosshaar oder Rehhaaren.

Das Spielfeld muss bei offiziellen internationalen Wettkämpfen 14 x 11 m Messen,
kann aber bei nationalen Wettkämpfen in beide Richtungen um max. 2 m verkleinert
werden. Es ist mit einer 30 cm hohen schrägen Bande umgeben.

Es gibt feste Spielregeln. Man darf z. B. den Ball nicht spielen solange nicht alle vier
Extremitäten am Lenker bzw. auf den Pedalen sind. Nur dem Spieler im Tor ist das
Halten der Torschüsse mit den Händen erlaubt, sofern er sich im Strafraum befindet.
Es darf immer nur ein Spieler im eigenen Strafraum verteidigen. Berührt ein Spieler
während des Spieles den Boden oder lehnt sich z. B. am Pfosten an, so ist er nicht
mehr spielberechtigt. Er muss erst die verlängerte Torlinie seines eigenen Tores
überfahren, um wieder den Ball berühren zu dürfen. Missachtet er diese Regel, wird
der Verstoß im Feld mit einem Freistoß, im eigenen Strafraum mit einem 4 m Strafschlag
geahndet. Befinden sich zwei Spieler des eigenen Teams im eigenen Strafraum (Kreis),
gibt es ebenfalls 4 m.

5er-Radball

Beim 5er Radball spielen 5 Spieler in jeder Mannschaft, einer von Ihnen ist der Torwart
und muss als solcher gekennzeichnet sein. Bei diesem Sport gibt es pro Team noch 2
Auswechselspieler, die „fliegend“ eingewechselt werden können (ähnlich wie beim
Eishockey und Hallenfussball).

Die Spielzeit beträgt 2 x 15 Min. Gespielt wird auf einem Handballfeld mit Handballtoren.
An den Seitenlinien stehen wie beim 2er-Radball Banden.

Der Torhüter ist der einzige Spieler, welcher im eigenen Strafraum den Ball mit der
Hand spielen darf. Zu bemerken ist außerdem, dass sich immer nur max. 3 Spieler
jeder Mannschaft im Strafraum aufhalten dürfen (bei der abwehrenden Mannschaft ist
dies meist der Torwart und 2 seiner Feldspieler). Verstöße werden mit einem 7 m
Strafschlag bzw. einem Freistoß geahndet. Wenn ein Spieler den Boden berührt ist
er auch beim 5er-Radball zunächst nicht mehr spielberechtigt, er muss jedoch nicht
wie beim 2er hinter die eigene Torauslinie fahren, sondern sich lediglich 4 Meter vom
Ball entfernen.

Foulspiele werden seltener mit gelben und roten Karten geahndet, wobei eine gelbe
Karte immer eine 2-Minuten-Strafe mit sich bringt. Meist werden nur 2-Minuten-Strafen
ohne gelbe Karte verhängt. Zwei gelbe Karten ergeben Gelb-Rot, was für den Spieler
das Ausscheiden für dieses Spiel bedeutet.

Freistöße innerhalb des Strafraumes werden indirekt ausgeführt, außerhalb dürfen sie
auch direkt verwandelt werden.

Radball-Rad

Das für diesen Sport modifizierte Fahrrad ist durch seine starre Übersetzung, den
speziellen Lenker und eine waagerechte Sattelstütze gekennzeichnet. Die starre
Übersetzung der Trittbewegungen auf das Hinterrad ermöglichen das Rückwärtsfahren
und das Stehen im Tor. Der anders geformte Lenker bietet bessere Möglichkeiten den
Ball mit dem Vorderrad zu spielen und verleiht dem Fahrer mehr Hebelwirkung beim Schießen.
Die waagerecht angebrachte Sattelstange ermöglicht mehr Bewegungsfreiheit während des
Spieles und dient zudem der besseren Balance.

Hier ein aktuelles Bild unserer Radballspieler von links:

 

 

 

Jürgen Schüttler, Jürgen Wilke, Thorsten Schüttler und Kai von Dölln.
Es fehlt Uwe Treiber

Die Trainingszeiten für Erwachsene sind:

dienstags 18.00 – 20.00 Uhr Schule Am Leher Markt (Nordstr., gegenüber vom Amtsgericht)

samstags 12.00 – 14.00 Uhr Schule Am Leher Markt