"International de Groupe 2010"
 
in Livry-Gargan bei Paris vom 28. - 30. Mai 2010
  Teilnehmer: Kleine Gruppe des LTS

                                   
                                                                                                                     Das Team des DRIV

                                        
                                                               450 Sportler aus 7 Nationen                                                                                    Wertungsrichter, Schiedsrichter u. Rechner

                                           
                                            Das Deutsche Quartett auf Platz 3    Gewinner im Quartett            Männer-Quartett

                  
  LTS - Kleine Gruppe


 



 

 Ein Ausflug in Paris



                                                 
                                                   Danke an unsere Ersatzläufer "Jenny u. Sanne"!


Reisebericht nach Paris / Livry – Gargan
 Wenn einer eine Reise macht, dann kann er viel erzählen. Das kann man wohl sagen. Am 28.Mai - einem Freitag - ging es mitten in der Nacht mit dem Bus los
 - zum Flughafen Hamburg – Fuhlsbüttel. Wir hatten keine Probleme auf der Autobahn und so kamen wir schon sehr früh in Hamburg an. Die Steini´s mit  Freunden waren auch pünktlich am Flughafen. Erstmals mussten wir unsere Bordkarten selbst ziehen, was aber kein Problem darstellen sollte. In kleinen  Gruppen ging es  zum  Abfertigungsschalter der Air France. Auch mit unserem Handgepäck ging alles glatt. Wir konnten pünktlich zum Einchecken und nach  Paris fliegen.
 Im Flugzeug stellte Ralf fest, dass er die Unterlagen für das Mietauto vergessen hatte. Da ging es uns schon nicht mehr so gut. Aber oh Wunder!
 Der Herr am  Schalter
bei  Europcar sprach ein ordentliches Englisch und schon hatten wir kurze Zeit später unser nagelneues Auto. Ralf verstaute unser  Gepäck und noch 7  Fahrgäste. Wir mieteten 2  Taxis und ab ging es zum Hotel Campanile.
 Ja, ja, die Zimmer waren viel zu klein. Bewegung war nicht angesagt. Koffer auspacken fast unmöglich ! Wir kamen nicht an die Schränke. Aber ordentliche
 Badezimmer hatten wir wenigstens. Ordentlich Seife und Duschgel für die Tombola wurde auch gesammelt, denn es gab täglich neue Kleinigkeiten für das Bad.
 Karins Augen  leuchteten jedes Mal, wenn eine neue Ladung in unser Zimmer gebracht wurde.
 Der erste Tag stand allen zur freien Verfügung. Also fuhren wir mit dem Bus in die Innenstadt von Paris. Dort wollten die Mädchen ihr Taschengeld los werden.  Nach einer ordentlichen Mahlzeit teilten wir uns in Gruppen auf. Jeder hatte für die Rückfahrt die Nummer der Buslinie erhalten. Der Bus hielt direkt vor dem  Hotel. Ralf und ich setzten uns in die Metro und fuhren zwei Stationen weiter. Wir liefen die vielen Treppen rauf zu Sacré  Coere. Das Wetter war gut und die  Stimmung vor der Kirche toll. Dort hatten viele junge Leute sich auf die Stufen gesetzt und hörten den Gitarrenklängen von zwei jungen Musikern zu. Der Blick  über die Stadt war einfach super. Beim Abstieg fanden wir noch viele Stoffläden. Na ja, ich konnte nicht wiederstehen und kaufte zwei niedliche Elfenkleider
 für das Märchen. Man gönnt sich ja sonst nichts`.
 Unsere Kids suchten derweil nach Schnäppchen in der Stadt. Das ist fast unmöglich. Ralf und ich nahmen den Bus zurück zum Hotel. Wir hatten die Rechnung  aber nicht ohne den Feierabendverkehr gemacht. Der Bus war vollgestopft mit Leuten aus allen Ländern der Erde. Da fiel kein Apfel mehr zur Erde. Man soll es  nicht glauben, aber da gingen noch mehr Menschen, Kinderwagen und Koffer rein in den Bus. Das bekamen auch unsere anderen Gruppen zu spüren. Die  machten ähnliche Erfahrungen. Im Hotel gab es dann noch leckeres Essen . Die Läufer hatten schon früh ihr Bettchen aufgesucht und schlummerten dem  Wettkampftag entgegen.
 Der Weg zur Halle war länger als wir dachten. Da Ralf gleich zweimal fahren musste, hatten wir schon leichte Panik in der Halle. Kurzerhand tauschten wir  unsere Trainingszeit mit dem SV Lahr. Dafür von uns noch einmal ein dickes Dankeschön an die Truppe. Die zweite Hälfte erreichte uns dann pünktlich und 
wir  konnten unser Training beginnen. In der Ausschreibung hatte man ein Fox Rolle als gut empfohlen. Nun kamen wir aber auf einen Plastikboden der nicht glatt  für unsere Rollen war. Aber er hatte so seine Tücken. Beim Bremsen rutschte man weg. Die Platten schoben sich hoch. Wir kannten das schon von der Euro in  Bologna ! Na egal, da mussten alle durch. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lief es dann einigermaßen. Wir hatten mit der Startnummer 7 eine gute Auslosung  erwischt. Allerdings war das Glück nicht auf unserer Seite. Der Boden zu langsam- mit kleinen Unebenheiten und leider ein Sturz. So ein Mist für uns. Unsere  Wertungsrichterin
meinte dann auch Platz 6-7 hätten wir schaffen können. Diese Saison sollte nicht unsere sein.


 Gefreut haben wir uns dennoch, dass wir das Ergebnis der DM verbessern konnten. Platz 11 war nicht toll, das wissen wir selbst. Die teilnehmenden  Mannschaften waren richtig gut und zeigten originelle Darbietungen mit tollen Kostümen. Da können wir Deutschen halt nicht mithalten. Aber wir 
 werden uns  weiter bemühen. Es war gut diesen Wettbewerb besucht zu haben und dafür danken wir dem DRIV.
 Am nächsten Tag hatten wir noch Zeit für einen kurzen Tripp in die Innenstadt von Paris. Hier besuchten wir den Eiffelturm, Notre Dame - einige 
 machten eine  Dampferfahrt auf der Seine. Die andere Gruppe lief zu Fuß durch Paris. Mac Donald fanden wir natürlich auch. Dort war es teuer und 
 das Personal nicht gerade  schnell. Eine halbe Stunde anstehen war normal. Den krönenden Abschluss des Tages bildete die Fahrt in der Metro zu 
 einem Markt. Ich weiß nicht wie lange  wir die Treppen rauf und runter gelaufen sind, wie viele Kilometer wir dann noch gelatscht sind um den Markt 
 zu finden? Irgendwann hatten die Läufer und wir  das Ziel erreicht. Aber was war das denn, wir hatten uns wohl ordentlich im Viertel verirrt. Da konnte 
 man vom Trödel bis zu gebrauchten Schuhen alles  erstehen. Die Schuhe lagen auch schon vorher reichlich in der Landschaft. Das klärte sich schnell auf. 
 Viele Leute kauften neue Schuhe und warfen die Alten  einfach weg. So sah es da auch aus.

 Im hinteren Teil dieses riesigen Marktes fanden die Mädchen dann witzige Pullis und wurden dabei stets von den Freunden und Eltern bewacht. 
 Karin, Anni und ich hatten irgendwann die Nase voll. Wir konnten einfach nicht mehr und wollten ins Hotel zurück. Wir nahmen uns ein Taxi und 
 fuhren zurück ins Hotel. Unser Taxifahrer hatten uns ungläubig staunend am Straßenrand gesehen und netterweise angehalten. Er wollte gar nicht 
 glauben, dass wir auf diesem Markt waren. Der ist absolut nichts für Touristen. Einfach zu gefährlich. Da haben wir erst einmal die Handys gezückt 
 und die Truppe versucht zu erreichen. Ging nicht! Wir waren im Funkloch.

 Im Hotel erwartete uns dann Ralf. Wir hatten ihn zum Essen eingeladen und erwarteten unsere Läufer zurück im Hotel. Alle trafen müde und 
 hungrig - aber gesund - ein.

 Am nächsten Tag nahmen wir- Abschied von Paris. Ein Bus, Ralf mit dem Gepäck und einigen Läufern und Eltern brachte uns zum Flugplatz 
 Charles de Gaulle. Leider hatte uns unser Fahrer falsch abgesetzt und so war die Zusammenführung der Gruppe etwas schwierig. Ich zog mit 
 Petra und Sanne schnell noch die Bordkarten. Beim Einchecken des Handgepäcks piepste es leider bei Kirsten. Sie hatte die Rollschuhschlüssel 
 übersehen. Auch das konnten wir lösen. So ging es zurück noch Hamburg in die Heimat.                                             
 Wo war denn nun unser Busfahrer?
 Handy raus - Firma anrufen. Der Busfahrer hatte wegen unserer Verspätung aus Paris keinen Parkplatz bekommen. Wieder laufen; ich sage euch, 
 wir haben mehr als 10 000 Schritte am Tag gemacht. Alle hatten nur noch einen Gedanken. Ab nach Bremerhaven und ins Bett !
 Was wir noch sagen möchten. Die Franzosen waren nett und hilfsbereit. Wir würden den Wettbewerb wieder besuchen. Danke auch unseren 
 zwei Ersatzleuten, die das Programm schnell lernen mussten und im Wettkampf keinen Fehler gemacht haben. Ihr wart super. Wir starten immer 
 wieder gerne mit euch !

Jutta Hauschild