|
|
Neue Saison – Neues Glück?
Nach Abschluss der Saison 2008/2009 der Sportkegler in der 2.
Bundesliga Nord West lag ein kleiner Scherbenhaufen vor uns. Das letzte
Heimspiel ging verloren, die guten Platzierungen während der Saison waren
Geschichte, Anzeichen von Auflösungserscheinungen machten sich breit – ich
glaube man nennt das kurz: Frust Nach einem gewissen Abstand fingen die
Einzelgespräche an. Marcel Reemts deutete schon nach dem letzten Spiel an,
dass er den Verein verlassen wird. Dies ist auch so gekommen. Ansonsten
konnten alle anderen Spieler davon überzeugt werden, dass wir mit dieser Mann-
schaft weitermachen werden. Mit Jens Pfeiffer, der ab Oktober wieder für ca. 6
Monate auf See sein wird, fehlt aber über fast die gesamte Saison einer
unserer absoluten Leistungsträger. Bemühungen befreundete Spieler anderer
Mannschaften aus dem Bereich Bremen / Oldenburg für uns zu gewinnen sahen
erst gut aus, wurden dann aber doch nichts. Wie also eine Mannschaft
zusammenstellen, die auch den Anforderungen einer 2. Bundesliga gerecht
wird? Holger Lilkendey hatte als Spieler der 2. Mannschaft bereits mehrfach zum
Ende der letzten Saison in der „Ersten“ ausgeholfen und steht in der neuen
Saison zur Verfügung. Mit seiner Hilfe haben wir mehrere Auswärtspunkte
gewonnen. Somit wäre die Lücke von Bomber aus kegeltechnischer Sicht
geschlossen (Insider!!). Bleibt das Problem mit „Pfeiffe“. Aber manchmal
muss man auch Glück haben. Boris Kölpin, der bei der Leher Turnerschaft das
Kegeln erlernt hatte und dann nach Braunschweig und Berlin wechselte um
unter anderem Deutscher Meister der Clubmannschaften und bester Einzel-
spieler der 1. Bundesliga zu werden, studiert ab Oktober in Osnabrück und kehrt
an seine alte Wirkungsstätte, das Bürgerhaus Lehe, zurück. Damit ist auch
die Lücke Pfeiffer geschossen. Da wäre noch das Problem mit den eigenen
Bahnen. Noch nie hatten wir so viele Punkte auf Heimbahnen verloren wie in
der vergangenen Saison. Dies war zum einen bestimmt auch Unvermögen, zum
anderen aber auch die Problematik zwischen unserem Wurf und dem Lauf und Fall
der Bahnen. Wie auch immer; nach langer Diskussion sind wir zu dem Schluss ge-
kommen, dass es eine Veränderung geben muss. Als neue Heimbahnen haben wir
uns für die Bahnen 5 – 8 entschieden. Ob diese Entscheidung richtig war oder
die neuen Bahnen zu leicht sind, andere sich besser zurechtfinden wie wir
oder, oder, oder – hinterher ist man immer schlauer. Jetzt heißt es erstmal,
trainieren, positiv denken und vor allem Spaß haben (der ging am Ende der
letzten Saison leider verloren).
Stephan Clauß
|
|